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Wie ein Verbraucher wirklich an einen Pass kommt, auch ohne Smartphone

Scannen ist der einfachste Weg, aber das EU-Webportal, Marktplatzseiten, Terminals im Laden und ein Ausdruck auf Anfrage gehören ebenso dazu.

Der Zugang zum digitalen Produktpass (DPP) muss kostenlos und einfach sein. Diese eine Anforderung hat mehr Designfolgen, als es scheint, denn "einfach" muss auch für Menschen gelten, die keinen Code mit einem aktuellen Telefon scannen.

Die Wege

Den Datenträger scannen. Der häufigste Weg: ein QR-Code oder ähnlicher Träger am Produkt, an seiner Verpackung oder an der Begleitdokumentation.

Das EU-Webportal. Ein eigenes öffentliches Portal dient als zentrale Suchmaschine, in der Verbraucher Informationen über verschiedene Produkte nachschlagen und vergleichen können. Das zählt kaufmännisch: Es macht Produktdaten zwischen Wettbewerbern an einem Ort vergleichbar.

Online-Marktplätze. Marktplätze werden den Pass auf der Produktseite leicht zugänglich machen müssen, damit ein Verbraucher ihn vor dem Kauf prüfen kann.

Andere Geräte. Wer am Laptop einkauft, öffnet den Pass vielleicht lieber dort, als mit dem Telefon zu scannen.

Im Laden. Manche Händler bieten Terminals oder Tablets, an denen Kundinnen Träger scannen und auf Produktinformationen zugreifen können, mit Unterstützung durch das Personal. Andere bieten das Scannen am Servicetresen an.

Auf Papier. Ein Teil der Informationen wird auf Anfrage als Papierausdruck verfügbar sein.

Warum diese Liste einen Hersteller angeht

Drei praktische Folgen, die Entscheidungen betreffen, die du jetzt triffst.

Der Pass wird in einem Browser gelesen, den du nicht ausgesucht hast. Alte Telefone, langsame Verbindungen, Laptops, Ladenterminals. Ein Datensatz, der von einer schweren Anwendung oder einem aktuellen Gerät abhängt, verfehlt die Anforderung des kostenlosen und einfachen Zugangs. Schlicht, schnell und normbasiert schlägt gestaltet und fragil.

Deine Daten stehen neben denen eines Wettbewerbers. Das Webportal ist für den Vergleich gebaut. Das unterschätzen Hersteller: Passdaten sind nicht nur eine Compliance-Einreichung, sie sind ein öffentliches Produktmerkmal, das Käufer nebeneinanderlegen können. Unternehmen mit guten Zahlen gewinnen dabei. Unternehmen, die die Felder mit der minimal vertretbaren Antwort gefüllt haben, werden feststellen, dass das Minimum sichtbar ist.

Marktplatz-Listings werden zur Compliance-Oberfläche. Wenn du über Marktplätze verkaufst, muss dein Pass von deren Produktseiten aus erreichbar sein, was heißt, dass der Datensatz für Dritte in maschinenlesbarer Form zugänglich sein muss und nicht nur über deine eigene Website.

Wie gut aussieht

Ein Pass, der auf jedem Gerät schnell lädt, ohne App funktioniert, die öffentliche Ebene schlicht darstellt und über eine Schnittstelle statt per Screenshot an einen Marktplatz oder ein Portal übergeben werden kann. Die Anforderung ist Zugänglichkeit, nicht Experience-Design, und der Fehlerfall ist, etwas Beeindruckendes zu bauen, das ein Terminal nicht öffnen kann.

Quellen

  • Europäische Kommission, *Digital Product Passport: Frequently Asked Questions*, Aktualisierung
  • Januar 2026, Fragen 13, 14 und 15.

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