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Sechs Produktgruppen sind für einen Pass terminiert, die meisten kennen nur zwei

Textil, Möbel, Matratzen, Reifen, Eisen und Stahl sowie Aluminium stehen alle im ESPR-Arbeitsplan. Elektronik und Bauprodukte folgen später.

Die öffentliche Debatte über den digitalen Produktpass (DPP) drehte sich um zwei Dinge: Kleidung und Batterien. Dorthin ging die Berichterstattung, und sie hat ganze Branchen in dem Glauben gelassen, die Regeln zielten auf jemand anderen.

Der ESPR Working Plan 2025-2030 listet mehr.

Was terminiert ist

Der Arbeitsplan, angenommen als COM(2025) 187 am 16. April 2025, terminiert delegierte Rechtsakte für Eisen und Stahl, Textil und Bekleidung, Reifen, Aluminium, Möbel und Matratzen. Elektronik und IKT stehen nicht im ersten Arbeitsplan und werden später erwartet, Bauprodukte laufen inzwischen auf einer eigenen Spur: Der Arbeitsplan der Bauprodukteverordnung für 2026 bis 2029, veröffentlicht im Dezember 2025, sieht einen DPP-delegierten Rechtsakt für Baustoffe im Q2 2027 vor. Verpackungen und Chemikalien werden geprüft, mit Überschneidungen zur Verpackungsverordnung beziehungsweise zu REACH.

Eisen und Stahl kommen indikativ zuerst, mit einem delegierten Rechtsakt im Q4 2026. Textil, Reifen und Aluminium folgen indikativ im Q3 bis Q4 2027. Möbel sind indikativ für 2028 und Matratzen für 2029 vorgesehen, als zwei getrennte Unterkategorien.

Jedes dieser Daten ist indikativ. Sie stammen aus einem Arbeitsplan, nicht aus einem Rechtstext, und jeder Rechtsakt fügt eine Übergangsfrist von 18 bis 36 Monaten hinzu, bevor irgendetwas greift. Zwei Daten stehen gesetzlich fest und gehören klar getrennt: Das EU-DPP-Register ist seit dem 20. Juli 2026 in Betrieb, einen Tag nach der Frist aus Artikel 13, und der Batteriepass ist ab dem 18. Februar 2027 nach einer ganz anderen Verordnung Pflicht.

Warum die Liste über die Schlagzeilenkategorien hinausreicht

Lies die sechs Gruppen als Werkstoffe statt als Branchen, und die Reichweite ändert sich.

Reifen ziehen Automotive und Logistik hinein. Eisen, Stahl und Aluminium ziehen Bau, Maschinenbau, Hausgeräte, Verpackung und alles hinein, was aus Metallhalbzeug gefertigt wird. Möbel und Matratzen ziehen Schäume, Textilien, Klebstoffe und Beschichtungen hinein. Sehr wenige Hersteller berühren keine davon.

Die Frage lautet nicht "steht meine Branche auf der Liste". Sie lautet "fällt irgendetwas, das ich herstelle, oder irgendetwas, das ich hineinstecke, in eine dieser Gruppen". Die Passpflicht erreicht den Wirtschaftsakteur, der das Produkt bereitstellt, und die Datenpflicht erreicht über Verträge jeden, der weiter oben in der Kette steht.

Die Halbzeitüberprüfung

Eine Halbzeitüberprüfung des Arbeitsplans ist für 2028 vorgesehen. Sie kann Produktgruppen hinzufügen und bestehende neu terminieren.

Für ein Unternehmen, das heute nicht auf der Liste steht, ist das das Datum, das man im Blick behalten sollte, und es ist auch der Grund, warum "wir sind nicht betroffen" eine Position mit Überprüfungsdatum ist und keine dauerhafte Antwort.

Was mit der Liste zu tun ist

Kartiere deine Produktlinien gegen die sechs Gruppen und markiere die, die zwei oder mehr berühren, denn die tragen das früheste wirksame Datum. Verfolge die angenommenen Rechtsakte statt des Arbeitsplans, denn der Plan nennt dir die Reihenfolge und die Rechtsakte die Anforderungen. Und behandle jede Kategorie ohne angenommenen Rechtsakt in deinen eigenen Planungsdokumenten als "in Phasen ab 2027", damit deine internen Aussagen korrekt bleiben, wenn sich Daten verschieben.

Das vollständige Detail je Kategorie steht in unserem Regulierungszeitplan.

Quellen

  • ESPR Working Plan 2025-2030, COM(2025) 187 final, angenommen am 16. April 2025, einschließlich der
  • Halbzeitüberprüfung 2028.
  • Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR), Verordnung (EU) 2023/1542 (Batterieverordnung).

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